Die apromace data systems GmbH arbeitet seit Anfang 2012 zusammen mit Firmen aus Dresden und dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) im Forschungsprojekt PLUSS an einer neuen Methode, Zeiten und Ressourcen in Produktionsbetrieben im Bereich der Werkstattfertigung effektiver zu nutzen.
Unternehmen der produzierenden Industrie stehen kontinuierlich vor der Aufgabe, ihre Fertigungsprozesse kostengünstig zu planen und zu steuern. Diese Fertigungsplanung wird jedoch durch verschiedene Ungewissheiten erschwert, die eine sofortige Änderungen oder laufende Anpassungen erfordern. Zu diesen Ungewissheiten zählen z.B. variierende Auftragsstrukturen mit unterschiedlichen Materialien und dadurch verursachtes Umrüsten an Maschinen und Werkzeugen, wobei auch das Personal zum Umrüsten, dessen Qualifikationen und der nötige Zeitaufwand berücksichtigt werden müssen. Weitere Faktoren sind kurzfristige Auftragseingänge, Maschinenausfälle, die interne Logistik, krankheitsbedingter Ausfall von Mitarbeitern sowie Engpässe bei Materiallieferungen.
Im Forschungsprojekt PLUSS wird ein neuartiges Softwaresystem entwickelt, dass die kostenoptimale und effiziente operative Fertigungsplanung auch unter diesen ungewissen Bedingungen ermöglicht. Die Initiative will in den kommenden zwei Jahren ein Gesamtsystem konzipieren, mathematische Modelle und Algorithmen entwerfen, einen Prototypen realisieren und Tests an ausgewählten Anwendungsfällen durchführen.
Das Projektteam besteht dabei aus drei mittelständischen Firmen und dem Fraunhofer IVI aus Dresden, welche gemeinsam die notwendigen Teilbereiche abdecken. Als Einrichtung der angewandten Forschung arbeitet das IVI an Modellen und Algorithmen für die Fertigungsplanung unter Ungewissheit, apromace data systems GmbH beschäftigt sich mit der Bereitstellung und Analyse von Prozessdaten sowie einem System zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit von Maschinen und Werkzeugen. Die ERP-Anbieter und Prozessoptimierer DUALIS GmbH IT Solution und Dresden Informatik GmbH runden das Projekt jeweils ab mit der Entwicklung einer Komponente für die Fertigungsplanung mit echtzeitfähigen Optimierungsalgorithmen sowie der Ausarbeitung für eine Fertigungs- und Logistikplanung und den notwendigen Voraussetzungen zur Einbindung in bestehende IT-Infrastrukturen.
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Programms "Innovative regionale Wachstumskerne" im Rahmen der BMBF-Innovationsoffensive "Unternehmen Region".